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Von Köln in die ganze Welt

Nach den Wirrnissen des 1. Weltkrieges und dem damaligen wirtschaftlichen Niedergang gehörte schon viel Mut dazu, ein – und wenn auch kleines – Unternehmen zu gründen, das auch für die weiteren Jahrzehnte Bestand haben sollte.
Ernst Kippes und sein Sohn Herbert hatten den Mut dazu und begannen am 24.April 1924 in Köln-Kalk eine Fertigung für Kistenverschlussapparate mittels Draht.

Im Jahre 1937 wurde der Wunsch nach stärkeren Verpackungs-Materialien laut, daher entwickelte die Firma Kippes die ersten Stahlband-Umreifungsgeräte mit den dazugehörigen Verschlusshülsen. Hierzu wurden die ersten Hülsenmaschinen selbst konstruiert und gebaut, die in modernisierter Form noch heute im Einsatz sind. Hierdurch wurde das Programm wesentlich erweitert. Inzwischen war auch der zweite Sohn Fritz Kippes in die Firma eingetreten.

Nach Kriegsbeginn 1939 wurde der Umsatz nicht nur gesteigert, sondern auch noch materialsparende Geräte entwickelt und gefertigt. Nachdem sowohl Fritz Kippes, als auch laufend sonstige Belegschaftsmitglieder einberufen wurden, führte Herbert Kippes die Firma nach dem Ausscheiden des Vaters Ernst Kippes allein weiter bis zum Oktober 1944, als durch Bombeneinwirkung Betrieb und Büro zerstört wurden.

Schon im Mai 1945, nach der Rückkehr von Fritz Kippes, wurde ein neues Grundstück gefunden, auf dem durch Einsatz aller Kräfte, unsere heutige Basis auf der Gremberger Straße 145 entstand. Die Fertigungshalle konnte mit der Währungsreform 1948 in Betrieb genommen werden.

Dank der Weitsicht der Inhaber wurde das Fertigungsprogramm stetig ausgeweitet und auf moderne Umreifungsgeräte für Stahlband, manuell sowie pneumatisch, Umreifungsgeräte für Kunststoffband und Umreifungsanlagen ausgeweitet, deren Konstruktion in den eigenen Händen blieb.
Daneben entstand die Verschlusshülsenfertigung für die eigenen Geräte in einer grossen Bandbreite. Hierzu wurde ein erweiteter Werkzeugbau für die Verschlusshülsenfertigung eingerichtet. Dies ermöglichte eine größere Flexibilität und Unabhängigkeit.

Im Jahre 1965 trat Ernst-Dieter Kippes, der Sohn von Fritz Kippes, in der 3. Generation in das Unternehmen ein und half mit, den Absatz in europäische und außereuropäische Länder weiter zu verstärken. Dazu zählte auch das regelmäßige Ausstellen auf Messen der Verpackungsindustrie. Feste Vertretungen bestehen bis heute in West- und Ost-Europa, als auch in Übersee.

Verschlusshülsen wurden nun nicht mehr nur für die eigenen Geräte entwickelt und gefertigt, sondern die Firma Kippes war auch in der Lage für andere Umreifungssysteme die passenden Verschlusshülsen zu produzieren. Durch Modernisierungen in der Verschlusshülsenfertigung konnten die Produktionsmengen erhöht und die Wettbewerbstauglichkeit gefestigt werden.

Das Geräteprogramm wurde stetig weiter entwickelt bis hin zum Bau von kompletten Verpackungsstrassen.

Nach wirtschaftlichen Herausforderungen in den 1990er Jahren, verschlankte Ernst-Dieter Kippes das Unternehmen stark und konzentrierte sich auf die Spezialisierung der Verschlusshülsenfertigung unter Beibehaltung des bestehenden Geräteprogramms, inklusive der Ersatzteilbereithaltung und Reparaturservice an den Geräten.
Seit 1993 ist mit Claudia Freese, der Tochter von Ernst-Dieter Kippes, bereits die 4. Generation im Unternehmen tätig. Seit 2001 in der Geschäftsführung führt sie das Unternehmen mit dem Vater fort. Die zweite Tochter Katja Flink trat im Jahr 2013 auch aktiv ins Unternehmen ein, so dass die Töchter das Familienunternehmen in die Zukunft führen.